Arzt und Krankenkasse

Erkundigen Sie sich bei Ihrem behandelnden Arzt nach einem Antrag zur Kostenübernahme durch Ihre Krankenkasse!

Bestehen körperliche Funktionsbeeinträchtigungen, müssen die Krankenkassen und Rentenversicherungsträger (BfA, LVA) Sport und Training als sog. ergänzende Leistung zur Rehabilitation gemäß § 43 SGB V in Verbindung mit § 44 SGB IX unterstützen. Das ist seit 01.07.2001 keine Ermessensentscheidung des Kostenträgers; der Versicherte hat darauf einen Rechtsanspruch.

Die ärztliche Verordnung belastet nicht das Heilmittelbudget des verordnenden Arztes.

Der Arzt stellt Ihnen in der Regel eine Verordnung über 50 Übungseinheiten (in höchstens 18 Monaten) aus, welche durch zertifizierte Übungsleiter durchgeführt werden.
REHA-Sport ist ebenfalls zur Prävention, also zur Vorbeugung gegen dauerhafte körperliche Funktionsbeeinträchtigungen besonders geeignet. Während der Verordnungsdauer sollen Sie in die Lage versetzt werden, die Übungen selbstständig (ohne ärztliche Überwachung) im Verein durchzuführen und dauerhaft Gesundheitssport zu betreiben.

REHA-Sport zur längerfristigen Nachbehandlung von Operationen oder Unfallfolgen hilft Ihnen zur Wiedereingliederung in den Alltagsprozess.

Wenn Ihrem Arzt keine Anträge auf Kostenübernahme vorliegen, kann er sie bei uns anfordern.

Verordnung

Wer kann eine ärztliche Verordnung erhalten?

Jeder, der eine Einschränkung der Beweglichkeit – vorübergehend oder chronisch – oder eine Behinderung hat, oder davon bedroht wird.

An dieser Stelle lohnt es sich genau in den Text des § 2SGB IX zu gehen:
(1) Menschen sind behindert, wenn ihre körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist. Sie sind von Behinderung bedroht, wenn die Beeinträchtigung zu erwarten ist.

Fazit: Beim derzeitigen Gesundheitsstatus der Bevölkerung trifft eine dieser beiden Beschreibungen bestimmt auf 90% der erwachsenen Mitbürger zu. Um also eine Überweisung zum Reha Training vom Arzt zu bekommen, ist keine schwerwiegende Einschränkung im Sinne des Absatz 2 aus dem § 2 SGB erforderlich. Eine zu erwartende Beeinträchtigung reicht schon aus.

Wie kann ich teilnehmen?

Grundsätzlich steht der Verein allen offen.

Jeder, der Gesundheitssport betreiben möchte, um fit zu bleiben oder zu werden, kann Mitglied im Verein für SKIP Bremen e.V. werden und ohne ärztliche Verordnung und auf eigene Kosten an dem Trainingsangebot des Rehabilitationssportes teilnehmen.
So begleiten viele Lebenspartner und Freunde die „geförderten“ Mitglieder.

Für eine Förderung ist zunächst ein Antrag für Rehabilitationssport erforderlich.
Diesen erhalten Sie beim Arzt oder über den Verein.

Der verordnende Arzt wird bei einer ärztlichen Untersuchung die Ursachen der Beschwerden feststellen, prüfen, ob Gegenanzeigen gegen Sport und Training bestehen und dann die Verordnung ausfüllen.

Beim Eingangscheck erarbeitet der Sie betreuende Übungsleiter ein Trainingsprogramm.
Er wählt gemeinsam mit Ihnen aus den verschiedenen Trainingsformen geeignete Gruppen aus und erstellt einen individuellen Übungsplan. In regelmäßigen Abständen wird dieser Trainings- und Gruppenplan in einem persönlichen Termin kontrolliert und bei Bedarf angepasst.